Leitfaden
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RSA-21-konforme Baustellen-Lichtsignalanlage planen: Von der Bedarfsanalyse bis zur Inbetriebnahme

Wenn eine Baustelle den Verkehrsfluss spürbar stört, ist die Lichtsignalanlage der wirksamste Hebel — vorausgesetzt, die Signalisierung Baustelle folgt den Regeln der RSA-21 und nicht dem Bauchgefühl. Eine RSA-21 Lichtsignalanlage steht und fällt mit drei Fragen: Wann braucht die Baustelle überhaupt eine LSA Baustellenplanung, wie sieht das dazugehörige Phasen- und Signalprogramm aus, und auf welcher Rechtsgrundlage — typischerweise StVO §37 Baustelle — wird die Anlage in Betrieb genommen? Genau diese drei Schritte reißt dieser Artikel der Reihe nach auf.

Wir starten mit der Bedarfsanalyse nach RSA-21 Anhang 4 und den einschlägigen Verkehrsstärken-Schwellen, schwenken dann zur Phasen- und Signalprogramm-Planung mit Umlaufzeit, Zwischenzeit und Phasenbild nach HBS 2015 und RiLSA, klären im dritten Block die Abgrenzung zwischen StVO §37 Baustelle und StVO §45 und schließen mit der Frage, wie ODOS die LSA-Dokumentation RSA-21-konform und auditfähig ins PDF schreibt — inklusive Verweis auf die Pilotanfrage.

Bedarfsanalyse & RSA-21: Wann braucht eine Baustelle eine LSA?

Der Ausgangspunkt jeder LSA Baustellenplanung ist die ehrliche Bedarfsanalyse. Die RSA-21 gibt im Anhang 4 verbindliche Verkehrsstärken-Schwellen vor, ab denen eine Signalisierung Baustelle überhaupt erst in Betracht kommt — bezogen auf den Bemessungs-Stunden-Querschnitt und die maßgebliche Bauphasen-Lage. Wer diese Schwellen ignoriert, plant entweder eine LSA, die niemand braucht, oder lässt eine, die unverzichtbar wäre, weg — beides ist im RSA-21-Sinn ein Planungsfehler.

Ergänzend liefert die Verkehrsbehörde das Baustellen-Ist: Knotengeometrie, Spursperren, Querungsbedarf und ÖPNV-Linien. Aus diesen Eingangsgrößen entsteht die Bedarfsanalyse, die wiederum die Verkehrsstärken-Schwelle der RSA-21 in eine konkrete Knotenpunkt-Anforderung übersetzt — inklusive Frage, ob eine temporäre FSA-LSA oder eine stationäre Anlage genügt.

Wichtig für die Praxis: Die Bedarfsanalyse ist verwaltungsrechtlich die Voraussetzung dafür, dass später überhaupt eine Verkehrsrechtliche Anordnung erteilt werden kann. ODOS dokumentiert genau diese Vorprüfung im LSA-Editor und macht die zugrunde liegenden Schwellen-Werte in der PDF-Signalisierung transparent — exakt nachvollziehbar für die Prüfer:innen der Behörde.

Phasen- & Signalprogramm-Planung: Umlaufzeit, Zwischenzeit, Phasenbild

Steht die Bedarfsanalyse, beginnt die RSA-21-konforme Phasen- und Signalprogramm-Planung. Drei Größen prägen dabei das Signalprogramm: die Umlaufzeit tᵤ, die Zwischenzeit zwischen konkurrierenden Strömen und das Phasenbild, das die Reihenfolge der Freigaben festlegt. HBS 2015 liefert die Mathematik, RiLSA ergänzt die Planungsregeln — von Mindestgrünzeit bis Stauraum-Bemessung.

Eine gut geplante LSA Baustellenplanung achtet darauf, dass Umlaufzeit und Phasenversatz in das bestehende Umfeld passen — etwa in die Grüne Welle (siehe den vorherigen Artikel). Hier kommt die PKW-50-Annahme aus src/lib/business/green-wave.ts ins Spiel: Sie setzt die Progressionsgeschwindigkeit standardmäßig auf 50 km/h und liefert die Reisezeit, mit der Phasenbilder entlang einer Achse versetzt werden können.

Bei jeder Anpassung der Phasen- und Signalprogramm-Planung muss geprüft werden, wie sich die Signalprogramm-Wahl auf den Stau auswirkt — Rückstaulängen, maximale Wartezeit und Knotenauslastung. ODOS führt diese Rechnung deterministisch aus: Eingang ist die Phasen-Geometrie, Ausgang das Signalprogramm samt Auditblock für die RSA-21-Signalisierung Baustelle und damit die auditable Spur für die Genehmigungsbehörde.

StVO §37 Baustelle & Verkehrsrechtliche Anordnung: wer genehmigt, wer prüft?

Die RSA-21-konforme LSA Baustellenplanung endet nicht mit dem Phasenbild — sie braucht den richtigen Rechtsrahmen. StVO §37 Baustelle regelt als verwaltungsrechtliche Grundlage die Signalisierung Baustelle an Knotenpunkten und definiert, an welcher Stelle die zuständige Verkehrsbehörde überhaupt in die Verkehrsregelung eingreifen darf. Davon zu unterscheiden ist StVO §45, der die Ausnahmegenehmigung für dauerhaft abweichende LSA-Schaltungen regelt.

Praxisrelevant: Eine RSA-21 Lichtsignalanlage an einer Baustelle wird in der Regel über eine Verkehrsrechtliche Anordnung genehmigt — die Behörde ordnet die temporäre Signalisierung Baustelle für die Dauer der Bauphasen an. Eine Ausnahmegenehmigung nach StVO §45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 braucht es nur dann, wenn die LSA-Schaltung dauerhaft vom Bestand abweicht — etwa weil die Spursperre die Achse nachhaltig verschiebt.

Für die RSA-21-Einreichung heißt das: Plan und Anordnung müssen zusammenpassen. ODOS verknüpft die Signalisierungs-Anordnung mit dem Phasen- und Signalprogramm-Block und dokumentiert im LSA-Editor, welche StVO-Grundlage zur Anwendung kommt — inklusive Verweis auf die Pilotanfrage, falls die Behörde vorab eine Vorprüfung wünscht.

Inbetriebnahme & Audit: Wie ODOS die LSA-Dokumentation RSA-21-konform macht

Ist das Phasen- und Signalprogramm gesetzt und liegt die Verkehrsrechtliche Anordnung vor, folgt der entscheidende Schritt: die RSA-21-konforme Inbetriebnahme samt revisionssicherer Dokumentation. Eine RSA-21 Lichtsignalanlage ist erst dann auditfest, wenn die Bedarfsanalyse, das Phasenbild und die zugrunde liegenden HBS-2015-Annahmen zusammen mit der StVO-Grundlage in einem Dokument stehen — exakt das, was die Genehmigungsbehörde als Nachweis erwartet.

ODOS bündelt diese vier Bausteine in einem LSA-Block des PDF-Exports: Bedarfsanalyse, Phasen- und Signalprogramm, Verkehrsrechtliche Anordnung und Auditblock. Die Behörde sieht auf einen Blick, ob die LSA Baustellenplanung RSA-21-konform ist — inklusive der zentralen Kennzahlen aus HBS 2015 und RiLSA und der Verknüpfung mit dem bestehenden Phasenversatz der Grüne-Welle-Achse.

Wer das Ergebnis vor der Pilotphase prüfen möchte, nutzt die Pilotanfrage — ODOS richtet das Demoprojekt auf den eigenen Knotenpunkt ein und macht die RSA-21-konforme LSA Dokumentation im realen Bauphasen-Beispiel sichtbar. Vom ersten Drohnenbild bis zum einreichfertigen LSA-Plan vergehen damit in der Regel unter zehn Minuten — nachvollziehbar, prüfbar und auditierbar.